Rancher: A new life - Early Access Version

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Raus aus der Stadt, rein ins Landleben: Rancher: A new life möchte dir den Traum vom eigenen Ranchleben erfüllen. Statt dich mit einem einzelnen Farm-Aspekt zu beschäftigen, verbindet das Spiel Tierhaltung, Landwirtschaft, Handwerk, Renovierung, Kochen und zahlreiche Freizeitaktivitäten zu einer großen Lebenssimulation. Der aktuelle Entwicklungsstand zeigt dabei bereits eine erstaunlich vielseitige Grundlage, macht aber ebenso deutlich, dass hier noch längst nicht alles fertig ist.

 

Ein neues Leben auf der Ranch

Eine klassische, stark inszenierte Geschichte steht bei Rancher: A new life nicht im Mittelpunkt. Das grundlegende Szenario ist schnell erklärt: Du lässt das hektische Stadtleben hinter dir und beginnst ein neues Leben auf einer amerikanischen Ranch. Dein neues Zuhause ist allerdings alles andere als fertig. Gebäude müssen repariert, Räume renoviert und die Ranch nach und nach ausgebaut werden. Damit gibt dir das Spiel vor allem ein persönliches Ziel an die Hand: Aus einem heruntergekommenen Anwesen soll Schritt für Schritt deine eigene Ranch werden. Die Motivation entsteht weniger aus einer großen Handlung als aus dem sichtbaren Fortschritt. Du reparierst Dinge, verdienst Geld, investierst in deine Ausstattung und erweiterst damit nach und nach die Möglichkeiten deines neuen Lebens.

Viele Aufgaben statt Alltagstrott

Die größte Stärke von Rancher: A new life liegt im Umfang seiner Spielsysteme. Landwirtschaft ist nur ein Teil des Erlebnisses. Du kannst Gemüse anbauen, Pflanzen pflegen, einen Obstgarten bewirtschaften und später ein Gewächshaus errichten. Gleichzeitig kümmerst du dich um deine Tiere, stellst Futter bereit, sorgst für Wasser und kannst Tiere züchten und verkaufen. Besonders interessant ist dabei, dass die Tierhaltung nicht nur aus dem simplen Füttern besteht. Für die derzeit geplante Early-Access-Fassung sind unter anderem Kühe und Hühner mit erweiterten Pflege- und Zuchtsystemen vorgesehen, einschließlich Krankheiten. Auch der Hund bekommt eine richtige Aufgabe: Er kann dich beim Hüten der Tiere unterstützen und lässt sich darüber hinaus versorgen, trainieren und beschäftigen. Pferde gehören ebenfalls zum Spiel und können geritten und angepasst werden. Dadurch fühlt sich die Ranch weniger wie eine reine Produktionsstätte an. Deine Tiere sind ein wesentlicher Bestandteil des Alltags, während sich verschiedene Systeme gegenseitig ergänzen. Tierhaltung liefert beispielsweise Ressourcen, Landwirtschaft versorgt dich mit Zutaten und die Küche verwandelt diese wiederum in fertige Mahlzeiten.

Vom Feld auf den Teller

Das Kochen ist ein weiterer wichtiger Baustein. Gemüse, Milch und selbst gefangener Fisch können weiterverarbeitet werden. Gekocht wird nicht ausschließlich in der Küche, denn auch Grill und Lagerfeuer spielen eine Rolle. In der geplanten Early-Access-Fassung sollen 29 Rezepte zur Verfügung stehen, die du über Kochbücher auf der Ranch freischalten kannst. Gerade diese Verbindung zwischen den einzelnen Tätigkeiten funktioniert als Grundidee gut. Du baust nicht einfach nur Gemüse an, weil es eine Farm-Simulation verlangt, sondern kannst die Erzeugnisse in andere Systeme einfließen lassen. Ähnliches gilt für die Tierhaltung und das Sammeln von Ressourcen. Auch das Wirtschaftssystem gehört dazu. Deine Einnahmen kannst du wieder in die Ranch investieren, während gleichzeitig laufende Kosten berücksichtigt werden. Wer seine Rechnungen nicht bezahlt, muss sogar damit rechnen, dass Wasser oder Strom abgeschaltet werden. Das gibt dem ansonsten gemütlichen Landleben zumindest einen kleinen wirtschaftlichen Druck.

Bauen, reparieren und renovieren

Ein besonders großer Bestandteil ist die Renovierung. Die Ranch soll nicht einfach nur als Kulisse dienen, sondern lässt sich Stück für Stück verändern. Beschädigte Bereiche werden repariert, Wände können gestrichen und Räume neu eingerichtet werden. Dazu kommen Möbel und Dekorationen, die du frei platzieren kannst. Auch die Werkstatt ist eng mit diesem Fortschritt verbunden. Holz wird verarbeitet, Werkzeuge und Ausrüstung werden verbessert und nach und nach lassen sich komplexere Projekte realisieren. Selbst ein vergessenes Fahrzeug gehört zu den Renovierungsaufgaben: Der alte Pickup kann repariert, neu lackiert und wieder fahrbereit gemacht werden. Das sorgt für einen angenehmen Kreislauf aus Arbeit und Belohnung. Du sammelst Ressourcen, erledigst Aufgaben und investierst anschließend in deine Umgebung. Gerade bei einem Spiel, das sich stark über seinen langfristigen Fortschritt definiert, ist dieser Aspekt entscheidend.

Eine offene Ranch zum Erkunden

Auch außerhalb deiner Farm gibt es einiges zu tun. Mit dem Quad kannst du Waldwege erkunden, während dir zusätzlich Pferd und Autos zur Verfügung stehen. Für die derzeit angekündigte Fassung sind fünf externe Bereiche vorgesehen, darunter eine Tankstelle, ein Tierarzt, ein Gartenmarkt, ein Tiermarkt und ein Landwirtschaftsgeschäft. Daneben kannst du angeln, Pilze sammeln, Tiere fotografieren oder dich an einem Schießstand versuchen. Für die Jagd beziehungsweise Beobachtung steht außerdem eine Kamera zur Verfügung, mit der du verschiedene Tiere, Pflanzen und Pilze katalogisieren kannst. Diese Vielzahl an Freizeitaktivitäten verhindert zumindest auf dem Papier, dass der Tagesablauf ausschließlich aus Feldarbeit und Tierpflege besteht. Du kannst dir selbst aussuchen, ob du dich auf die Weiterentwicklung deiner Ranch konzentrierst oder einfach mit dem Quad durch die Umgebung fährst und nach etwas Interessantem Ausschau hältst.

Fortschritt mit vielen kleinen Systemen

Rancher: A new life versucht auffallend viele unterschiedliche Mechaniken miteinander zu verbinden. Dazu gehören unter anderem ein Fähigkeiten-System, eine Tierdatenbank, Finanzen und Statistiken. Auch ein Wirtschaftssystem mit Spieler- und Wirtschaftssternen soll eine Rolle spielen. Hinzu kommen eher ungewöhnliche Elemente wie zwei Schießstand-Minispiele, eine Quad-Rennstrecke, das Musizieren mit einer Mundharmonika sowie die Möglichkeit, Wildtiere zu fotografieren. Selbst negative Auswirkungen bestimmter Lebensmittel beziehungsweise Pilze sind vorgesehen. Das klingt zunächst nach einer etwas überladenen Mischung, passt aber durchaus zum grundlegenden Konzept. Rancher: A new life möchte offenbar weniger eine hochspezialisierte Landwirtschaftssimulation sein und stattdessen möglichst viele Facetten eines virtuellen Landlebens abdecken.

Grafik mit ländlicher Atmosphäre

Optisch präsentiert sich Rancher: A new life als moderne 3D-Simulation aus der Ego-Perspektive. Der Fokus liegt dabei klar auf der Umgebung: Ranch, Waldwege, Tiere, Felder und die verschiedenen Gebäude bilden gemeinsam die Welt, in der du deinen Alltag verbringst. Die technischen Anforderungen bewegen sich dabei auf einem vergleichsweise moderaten Niveau. Als Mindestanforderung werden unter anderem eine GTX 1650 mit 4 GB Grafikspeicher und 8 GB Arbeitsspeicher genannt, empfohlen werden eine RTX 2060 mit 8 GB sowie 16 GB RAM. Interessant ist vor allem die Detailfülle, die das Spiel über seine zahlreichen Objekte erzeugen möchte. Pflanzen, Möbel, Werkzeuge, Fahrzeuge und Tiere sind nicht nur dekorative Elemente, sondern Bestandteil verschiedener Systeme. Auch die Möglichkeit, Gebäude zu renovieren, Wände neu zu gestalten und Möbel frei zu platzieren, gibt der Umgebung eine persönliche Komponente. Gleichzeitig solltest du nicht mit einer fotorealistischen High-End-Simulation rechnen. Die visuelle Ausrichtung dient vor allem dazu, eine zugängliche und entspannte Ranch-Atmosphäre zu schaffen. Da sich das Spiel noch in Entwicklung befindet, können sich sowohl technische Qualität als auch grafische Details bis zur endgültigen Version noch verändern.

Early Access mit klarer Perspektive und Viel Potenzial für entspannte Spielstunden

Der derzeitige Entwicklungsstand sollte bei der Bewertung unbedingt berücksichtigt werden. Die Entwickler planen ungefähr ein Jahr Early Access und wollen während dieser Zeit weitere Inhalte ergänzen. Dazu gehören unter anderem Online-Koop, zusätzliche Rennstrecken, weitere Tiere, mehr Rezepte, eine verlassene Mine, Goldwaschen, zusätzliche Schießstand-Minispiele und weitere Systeme. Das bedeutet gleichzeitig, dass du das Spiel nicht als vollständig abgeschlossenes Gesamtpaket betrachten solltest. Die derzeit vorgesehene Early-Access-Version ist bereits umfangreich, doch die Roadmap zeigt deutlich, dass noch viele Erweiterungen geplant sind. Bemerkenswert ist dabei, dass der ursprünglich geplante Koop-Modus nicht rechtzeitig für den Early-Access-Start fertiggestellt wurde. Zunächst steht damit das Einzelspieler-Erlebnis im Mittelpunkt. Rancher: A new life verfolgt einen interessanten Ansatz, weil es nicht versucht, nur eine weitere klassische Landwirtschaftssimulation zu sein. Das Spiel kombiniert Landwirtschaft, Tierzucht, Handwerk, Renovierung, Kochen, Erkundung und Freizeitaktivitäten zu einem umfassenden Ranch-Alltag. Die größte Stärke ist deshalb die Vielfalt. Wenn du morgens deine Tiere versorgst, anschließend Gemüse erntest, später an einem Werkstattprojekt arbeitest und am Abend mit dem Quad durch die Umgebung fährst, entsteht genau das Gefühl eines Spiels, das dir nicht ständig vorschreibt, was du als Nächstes tun musst. Stattdessen kannst du selbst entscheiden, worauf du deinen Schwerpunkt legst. Gleichzeitig ist genau diese Fülle auch die größte Herausforderung. Je mehr Systeme ein Spiel miteinander verbindet, desto wichtiger wird es, dass sie sinnvoll ineinandergreifen und nicht lediglich nebeneinander existieren. Ob Rancher: A new life diese Balance dauerhaft halten kann, wird sich erst im weiteren Entwicklungsverlauf zeigen.

Trailer


Fazit

Rancher: A new life präsentiert sich als ambitionierte Ranch- und Lebenssimulation mit einem ungewöhnlich breiten Funktionsumfang. Die Kombination aus Tierhaltung, Landwirtschaft, Kochen, Renovierung, Handwerk und Erkundung bildet eine überzeugende Grundlage für ein Spiel, in dem du deinen eigenen Rhythmus finden kannst. Besonders die Möglichkeit, die Ranch Schritt für Schritt aufzubauen und dabei immer neue Tätigkeiten freizuschalten, passt hervorragend zum entspannten Grundgedanken. Als Early-Access-Projekt ist das Spiel allerdings noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen. Viele zusätzliche Inhalte sind bereits angekündigt, darunter der Koop-Modus und weitere Aktivitäten. Auch der Audiobereich befindet sich erkennbar noch in der Weiterentwicklung. Wenn du eine gemütliche Lebenssimulation suchst, in der du nicht nur Felder bestellst, sondern einen kompletten Ranch-Alltag erleben kannst, ist Rancher: A new life deshalb ein interessanter Kandidat. Sein größtes Versprechen liegt weniger in einer großen Geschichte als in der Freiheit, aus vielen kleinen Tätigkeiten dein eigenes Landleben zusammenzustellen. Die Grundlage dafür ist bereits vielseitig – wie rund das Gesamtpaket am Ende wird, muss der weitere Early Access zeigen.


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