
Necrophosis ist ein stark atmosphärisches Horror-Abenteuer, das vor allem über seine groteske Kunst, seine albtraumhaften Räume und seine poetische Erzählweise funktioniert, während das Gameplay bewusst schlicht bleibt.
Handlung
In Necrophosis erwachst du als Bewusstsein in einer verfallenden Hülle, Milliarden Jahre nach dem Ende des Universums, und wanderst durch eine Welt, in der Verwesung, verlassene Götter und rätselhafte Fragmente der Wahrheit den Ton angeben. Die Geschichte wird nicht klassisch erzählt, sondern über Gedichtfragmente, Symbolik, Bilder und einzelne Begegnungen, was der Welt zwar viel Eigenheit gibt, aber auch verlangt, dass du dir viele Bedeutungen selbst zusammensetzt. Subconsciousness setzt genau dort an und verspricht ein neues Kapitel, das tiefer in Erinnerung, Instinkt und Emotion hinabführt, also weniger Antworten liefert als zusätzliche, noch stärker symbolische Ebenen des Universums öffnet.
Gameplay
Spielerisch ist Necrophosis ein lineares First-Person-Horror-Abenteuer mit Exploration, Item-Suche und eher einfachen bis mittelschweren Rätseln, bei denen du meist seltsame Gegenstände findest und an anderer Stelle korrekt einsetzt. Genau hier liegt auch die größte Schwäche des Spiels, denn mehrere Eindrücke beschreiben das Grundprinzip als repetitiv, die Interaktion teilweise als fummelig und das Inventar oder die Lesbarkeit kleiner Texte nicht immer als ideal. Das DLC bleibt dieser Struktur treu und setzt ebenfalls auf poetisches Storytelling durch Rätsel und Erkundung, funktioniert jedoch als kurze, in einer Sitzung spielbare Erfahrung, was gut dazu passt, weil schon das Hauptspiel seine stärksten Momente eher über Verdichtung als über spielerische Tiefe erreicht.
Grafik und Sound
Die größte Stärke von Necrophosis ist ganz klar seine Optik. Fast alle Beschreibungen und Reviews heben die grotesken, surrealen und stark von Beksiński- und Giger-ähnlicher Bildsprache geprägten Umgebungen hervor, die eher wie eine interaktive Albtraum-Galerie als wie eine normale Spielwelt wirken. Dabei kann die Bildsprache manchmal auch etwas chaotisch oder uneinheitlich wirken, aber genau diese Überladung passt zugleich zu der Idee eines sterbenden, deformierten Kosmos. Subconsciousness verspricht mit neuen surrealen Orten, vergessenen Räumen und verzerrten Umgebungen genau diesen visuellen Reiz weiterzuführen, nur intimer und stärker nach innen gekehrt. Auch akustisch scheint Necrophosis einen großen Teil seiner Wirkung zu beziehen, denn Community-Eindrücke und Reviews sprechen von dröhnender Ambient-Kulisse, fernen Stimmen, flüsternden Geräuschen, kranken Schrittgeräuschen und insgesamt sehr nervöser Soundarbeit. Beim Rest des Audiobilds fällt das Urteil etwas gemischter aus, weil manche Quellen die Vertonung und den Soundtrack ausdrücklich loben, während andere die Qualität einzelner Sprecherleistungen als inkonsistent empfinden.

Trailer
DLC Trailer






















