
Clockwork Ambrosia ist ein stimmungsvolles Metroidvania, das vor allem mit flexibler Waffenanpassung, schöner Pixel-Art und einem starken Soundtrack punktet.
Absturz ins Unbekannte
In Clockwork Ambrosia wirst du ohne große Vorwarnung mitten ins Geschehen geworfen. Iris, die Protagonistin, ist mit einem Luftschiff unterwegs, wird jedoch abgeschossen und stürzt in eine scheinbar verlassene Stadt. Nach einer kurzen Begegnung mit einem Überlebenden bist du auf dich allein gestellt und musst die zerstörte Welt auf eigene Faust erkunden. Viel ist zu Beginn nicht bekannt, also liegt es an dir, die Hinweise zusammenzusetzen und herauszufinden, was hier eigentlich passiert ist. Die knappe Einführung liefert dafür zwar nur wenig Hintergrund, gibt dir aber genug Motivation, die Welt näher zu erforschen. Etwas schwieriger fand ich im Zusammenhang damit die Schnellreisefunktion. Etwa nach einem Drittel des Spiels schaltest du Teleportkristalle frei, die das Reisen deutlich angenehmer machen. Allerdings konnte ich dadurch auch Orte anwählen, die ich noch gar nicht entdeckt hatte, was den Erkundungsaspekt für mich etwas abgeschwächt hat. Vermutlich handelt es sich nur um einen Bug, der noch behoben wird, beim Spielen hat er mich aber trotzdem kurz aus dem Konzept gebracht.

Waffenbau mit viel Freiheit
Die zentrale Spielmechanik von Clockwork Ambrosia ist das Modifizieren deiner Waffen. In der Spielwelt findest du über hundert verschiedene Mods, mit denen du eingesammelte Waffen an deinen Spielstil anpassen kannst. Zu Beginn startest du mit dem Pulse Breaker, einem recht einfachen Blaster, der sich durch die passenden Verbesserungen aber schnell in eine äußerst starke Waffe verwandeln kann — besonders in Bosskämpfen. Von der Schussanzahl bis hin zu geladenen Angriffen lässt sich vieles verändern, sodass du mit zahlreichen Kombinationen experimentieren kannst. Gerade das hat mir besonders gut gefallen, weil ich meine Ausrüstung vor größeren Kämpfen immer wieder angepasst habe, um die beste Kombination für mich zu finden. Zusätzlich trägst du neben deiner Hauptwaffe auch eine Sekundärwaffe, sodass du je nach Situation direkt zwischen dem Pulse Breaker und etwa einem Granatwerfer wechseln kannst. Genau das hat sich im Spielverlauf mehrfach als äußerst praktisch erwiesen und in manchen Kämpfen den Unterschied gemacht.
Starke Optik, schwache Karte
Während du die unterirdische Ödnis von Clockwork Ambrosia erkundest, überzeugt das Spiel mit wunderschöner Pixelgrafik, die stellenweise an Azure Striker Gunvolt erinnert. Gegner, Bosse und Spielfigur sind flüssig animiert und sorgen zusammen mit dem mitreißenden Soundtrack für ein rundum stimmiges audiovisuelles Erlebnis. Gerade beim Betreten neuer Gebiete trägt die Musik viel dazu bei, dass die Welt sofort Wirkung entfaltet. Umso mehr fällt auf, dass die Karte qualitativ nicht mit dem Rest des Spiels mithalten kann. Sie wirkt fast wie ein Provisorium, ist sehr schlicht gehalten und trotz der Symbole nicht besonders leicht zu lesen. Dazu kommt, dass die einzelnen Bereiche nicht beschriftet sind, was die Orientierung zusätzlich erschwert. Auch der fehlende vollständige Zoom ist ärgerlich — wobei dieses Problem offenbar noch per Patch behoben werden soll.

Trailer













