
Mit Styx: Blades of Greed, entwickelt von Cyanide Studio und veröffentlicht von Nacon, kehrst du als der zynische Goblin-Assassine Styx zurück und schleichst dich durch weitläufige Levels voller Geheimnisse, Intrigen und magischer Kräfte.
Ein neuer Auftrag für Styx
Styx: Blades of Greed knüpft direkt an das Ende seines Vorgängers an. Du begleitest den Goblin Styx, der auf der Suche nach blauen Quarzkristallen ist, um seine magischen Fähigkeiten weiter auszubauen. Auf seiner Reise triffst du auf bekannte Figuren und setzt sogar ein Luftschiff in Bewegung, während sich im Hintergrund ein größerer Konflikt um die Ausbeutung dieser mächtigen Kristalle entwickelt. Styx bleibt dabei der gleiche opportunistische Draufgänger: Er nutzt das Chaos zwischen verschiedenen Fraktionen geschickt aus, um seine eigenen Ziele zu verfolgen, und gerät dabei immer wieder zwischen die Fronten von Helden und den fanatischen Kräften der Inquisition. Die drei Hauptgebiete – The Wall, Turquoise Dawn und Akenash – bieten weitläufige, komplexe Umgebungen voller Herausforderungen. Im Laufe des Spiels erweitert Styx nach und nach seine Fähigkeiten, wodurch sich neue Wege durch bereits bekannte Orte eröffnen. Einige Gebiete kehren im Metroidvania-Stil zurück und laden dazu ein, sie mit neuen Möglichkeiten erneut zu erkunden. Dadurch kannst du kreative Strategien entwickeln, um Missionen zu erfüllen und deine Ziele möglichst unentdeckt zu erreichen.

Schleichen statt Kämpfen
Das Gameplay von Styx: Blades of Greed setzt stark auf Stealth und ermutigt dich, alle Fähigkeiten von Styx geschickt einzusetzen. Dazu gehören Klonen, Gedankenkontrolle, Vergiftung, Tarnung und verschiedene magische Kräfte, die aus Quarz gewonnen werden. Die Levels sind komplex und oft vertikal aufgebaut, mit vielen versteckten Wegen, Aussichtspunkten und Möglichkeiten, Gegner aus sicherer Entfernung zu beobachten. Du kannst Wände erklimmen, Seile nutzen, Abhänge hinunterrutschen oder Lichtquellen manipulieren, um im Schatten zu bleiben. Neue Werkzeuge wie Enterhaken, Fallschirme oder Netzschleudern erweitern deine Bewegungsmöglichkeiten und eröffnen zusätzliche Wege durch die Level. Direkte Kämpfe bleiben dagegen riskant und sind klar nicht der Schwerpunkt – Styx ist ein Meister der Schatten, kein Frontkämpfer. Ein wichtiges Element ist außerdem das Ressourcenmanagement: Spezialfähigkeiten verbrauchen Bernstein, der nur durch herstellbare oder gestohlene Tränke wieder aufgefüllt werden kann. Dadurch musst du jede Mission gut planen und überlegen, wann du deine Fähigkeiten wirklich einsetzen willst.
Technik, Atmosphäre und kleine Schwächen
Styx: Blades of Greed läuft auf der Unreal Engine 5 und präsentiert abwechslungsreiche, beeindruckende Schauplätze. Die drei Hauptgebiete stechen mit ihren eigenen Stilen hervor: die vertikalen Strukturen der Mauer, die exotischen Wälder von Turquoise Dawn und die geheimnisvollen Ruinen von Akenash. Die Umgebungen sind detailreich gestaltet und laden dazu ein, jeden Winkel zu erkunden. Gelegentlich trüben jedoch kleinere technische Probleme das Bild – etwa Pop-ins oder Objekte wie Gebäude und Luftschiffe, die verspätet erscheinen. Trotzdem läuft das Spiel meist stabil mit 60 FPS, und die Steuerung von Styx fühlt sich angenehm präzise an, egal ob du über Vorsprünge springst oder lautlos durch die Luft gleitest. Kleine Bugs wie herunterfallende Objekte oder seltsam reagierende Plattformen treten zwar gelegentlich auf, beeinflussen das Gameplay aber kaum. Der Soundtrack und die Soundeffekte unterstützen die Stealth-Atmosphäre sehr gut. Gegnergespräche geben dir Hinweise auf ihre Wachsamkeit und helfen dir, deine nächsten Schritte zu planen, während Styx selbst immer wieder mit sarkastischen Kommentaren für zusätzliche Würze sorgt. Weniger gelungen ist jedoch die Sprachausgabe mancher Nebenfiguren, deren Stimmen nicht immer ganz zu den Charakteren passen und dadurch gelegentlich etwas aus der Immersion reißen.











