
Backrooms Level X greift den bekannten Internet-Mythos der „Backrooms“ auf und macht daraus ein eigenständiges Horrorerlebnis. Du findest dich in scheinbar endlosen Büroräumen wieder – gelbe Tapeten, flackernde Neonlichter und monotone Teppichböden inklusive. Doch hinter dieser vertrauten Tristesse lauert etwas Unheimliches.
Story und Handlung – Orientierungslosigkeit als Konzept
Eine klassische, stark ausgearbeitete Story gibt es hier nicht. Statt Zwischensequenzen und klarer Narrative setzt das Spiel auf Andeutungen und Umwelt-Storytelling. Du weißt nur, dass du dich in einem seltsamen Zwischenraum befindest, der weder real noch vollständig fassbar wirkt. Hinweise auf Dokumenten, versteckte Bereiche und subtile Veränderungen im Leveldesign geben dir kleine Fragmente eines größeren Ganzen. Doch das Spiel lebt weniger von einer klaren Handlung als von dem Gefühl, verloren zu sein. Die Ungewissheit ist Teil des Konzepts.

Gameplay – Erkunden, Überleben, Entkommen
Das Gameplay konzentriert sich auf Exploration und Überleben. Du durchquerst labyrinthartige Räume, suchst nach Ausgängen oder Schlüsselobjekten und versuchst gleichzeitig, nicht von bedrohlichen Entitäten entdeckt zu werden. Es gibt Momente reiner Erkundung, in denen du dich nur orientierst und versuchst, Muster zu erkennen. Dann wieder steigert sich die Spannung durch Begegnungen mit Wesen, vor denen du fliehen oder dich verstecken musst. Das Spiel verzichtet weitgehend auf klassische Kampfmechaniken. Stattdessen steht deine Wahrnehmung im Mittelpunkt. Geräusche, Schatten oder plötzliche Lichtveränderungen können Hinweise auf Gefahr sein. Die Levelstruktur sorgt für ein konstantes Gefühl der Desorientierung. Karten oder klare Wegmarkierungen fehlen meist, was die Immersion verstärkt, aber auch Frustration erzeugen kann.
Grafik und Sound
Visuell setzt Backrooms Level X auf Minimalismus. Die gelb getönten Räume wirken bewusst eintönig, was das Gefühl der Isolation verstärkt. Flackernde Lichter, leicht verschwommene Texturen und weite, leere Flächen erzeugen eine beklemmende Atmosphäre. Die grafische Qualität ist solide, ohne technisch herausragend zu sein. Der Fokus liegt klar auf Stimmung statt auf Detailreichtum. Gerade die Wiederholung des Designs ist Teil des Horrors. Der Sound ist einer der stärksten Aspekte des Spiels. Das konstante Summen der Neonröhren, entfernte Schritte oder plötzlich auftretende Geräusche erzeugen eine dauerhafte Anspannung. Musik wird sparsam eingesetzt. Oft dominiert Stille – oder das monotone Hintergrundrauschen. Dadurch wirkt jedes unerwartete Geräusch intensiver und erschreckender.

Trailer















