
Am 29. Januar 2026 erschien das Einzelspieler-Hacking-Abenteuer des Entwicklers playuntrusted.com und Publishers Evolved Labs, bei dem du in die Rollen verschiedener Hacker:innen schlüpfst, um in Computersysteme einzudringen. In meiner Review erzähle ich dir mehr.
Story und Handlung
Die Story steht am Anfang und bildet den thematischen Kern von Untrusted: hackers at large. Du befindest dich in einer Welt, in der ein Hackerangriff das Vertrauen in digitale Systeme massiv erschüttert hat. Gruppen von Hackern, Sicherheitskräften und unklaren Akteuren versuchen, die Kontrolle zu übernehmen oder Informationen zu manipulieren. Deine Rolle ist dabei nicht eindeutig gut oder böse, sondern stark situationsabhängig. Die Handlung entwickelt sich weniger über klassische Zwischensequenzen, sondern über Spielsituationen, Rollen und Entscheidungen. Misstrauen, Täuschung und Unsicherheit sind zentrale Themen, die sich konsequent durch das gesamte Spiel ziehen. Die Story ist funktional, aber wirkungsvoll, da sie direkt mit den Spielmechaniken verzahnt ist.

Gameplay:
Gameplay ist das Herzstück von Untrusted: hackers at large. Du übernimmst unterschiedliche Rollen mit eigenen Zielen und Fähigkeiten, während du versuchst herauszufinden, wem du trauen kannst und wer dich manipuliert. Entscheidungen haben unmittelbare Konsequenzen und können den Verlauf einer Partie stark beeinflussen. Das Spiel lebt von Beobachtung, logischem Denken und dem Einschätzen von Verhalten. Mechanisch ist das Gameplay eher simpel, entfaltet seine Tiefe aber durch die Interaktion der Systeme untereinander. Besonders spannend wird es, wenn mehrere Strategien gleichzeitig möglich sind und du nie sicher weißt, ob deine Annahmen stimmen. Untrusted: hackers at large überzeugt vor allem durch sein Konzept. Das Spiel erzeugt Spannung nicht durch Action, sondern durch Unsicherheit und Entscheidungsdruck. Jede Runde fühlt sich anders an, weil Rollen, Abläufe und Strategien variieren. Wer gerne denkt, analysiert und experimentiert, findet hier ein sehr eigenes Spielerlebnis. Die Präsentation ist extrem nüchtern und könnte viele Spieler abschrecken. Auch der Einstieg ist nicht ganz leicht, da das Spiel wenig erklärt und viel Eigeninitiative verlangt. Zudem entfaltet das Spiel seinen Reiz vor allem dann, wenn man sich intensiv darauf einlässt – für kurze, beiläufige Sessions ist es weniger geeignet.Grafik und Sound:
Grafisch ist Untrusted sehr minimalistisch gehalten. Die Darstellung besteht aus klaren Symbolen, reduzierten Farben und einer funktionalen Benutzeroberfläche. Technisch oder visuell beeindruckend ist das Spiel nicht, dafür aber sehr übersichtlich. Der schlichte Stil sorgt dafür, dass der Fokus jederzeit auf den Entscheidungen und Mechaniken liegt und nicht auf der Präsentation. Der Sound ist zurückhaltend und funktional. Dezente Hintergrundmusik und einfache Soundeffekte begleiten das Spielgeschehen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Akustisch wird keine besondere Atmosphäre aufgebaut, der Sound unterstützt vielmehr Konzentration und Übersicht. Große emotionale oder atmosphärische Akzente setzt die Klangkulisse nicht.

Trailer:













