
Am 05. Februar 2026 erschien der FMV Horror-Thriller des Entwicklers und Publishers PRM Games, bei dem du als berühmte Fitness-Influencerin um dein Leben kämpfst. In meiner Review erzähle ich dir mehr.
Story und Handlung
Die Story steht klar im Vordergrund und trägt das gesamte Spiel. Du gerätst in eine eskalierende Extremsituation, in der Flucht, Angst und moralische Entscheidungen eine zentrale Rolle spielen. The Run erzählt seine Geschichte in Echtzeit und ohne große Erklärungen. Du wirst mitten ins Geschehen geworfen und musst aus dem Moment heraus reagieren. Die Handlung ist geradlinig, lebt aber von ihren Verzweigungen. Je nach Entscheidung entwickeln sich Szenen unterschiedlich, was den Druck spürbar erhöht. Thematisch bewegt sich das Spiel zwischen Panik, Schuld und dem Versuch, die Kontrolle über eine Situation zu behalten, die immer weiter außer Kontrolle gerät. Die Geschichte funktioniert vor allem durch ihre Intensität und weniger durch komplexe Hintergründe.

Gameplay:
Gameplay im klassischen Sinne gibt es kaum, was für FMV-Spiele typisch ist. Du triffst Entscheidungen in zeitlich begrenzten Momenten, reagierst auf Situationen und bestimmst so den weiteren Verlauf der Handlung. Diese Entscheidungen fühlen sich oft endgültig an und können schnell zu einem abrupten Ende führen. Genau daraus entsteht die Spannung. Gleichzeitig bleibt die Interaktion sehr eingeschränkt. Du schaust größtenteils zu und greifst nur punktuell ein. Wer mit diesem Konzept nichts anfangen kann, wird sich schnell unterfordert fühlen, Fans von FMV-Spielen hingegen bekommen genau das, was sie erwarten. The Run überzeugt durch seine intensive Atmosphäre und das Gefühl von unmittelbarer Bedrohung. Die Entscheidungen kommen oft überraschend und fühlen sich relevant an. Für kurze, konzentrierte Sessions funktioniert das Spiel sehr gut und kann durchaus nervenaufreibend sein. Die eingeschränkte Interaktivität ist gleichzeitig die größte Schwäche. Abseits von Entscheidungen hast du kaum Einfluss. Auch die Story bleibt relativ einfach und bietet wenig Tiefgang. Der Wiederspielwert hängt stark davon ab, wie neugierig man auf alternative Verläufe ist.Grafik und Sound:
Die Grafik besteht vollständig aus Videomaterial. Die Bildqualität ist solide und wirkt insgesamt sauber, auch wenn man merkt, dass es sich um eine Indie-Produktion handelt. Kameraführung und Schnitt sind zweckmäßig und unterstützen die Spannung, ohne besonders kreativ zu sein. Visuell lebt das Spiel mehr von der Situation als von spektakulären Bildern. Der Sound spielt eine entscheidende Rolle. Musik wird gezielt eingesetzt, um Stress und Anspannung zu erzeugen, während Umgebungsgeräusche und Stille die bedrückende Stimmung verstärken. Gerade in kritischen Entscheidungsmomenten sorgt der Sound dafür, dass du unter Druck gerätst. Die akustische Gestaltung trägt stark zur Atmosphäre bei und gehört zu den besseren Elementen des Spiels.













