
Am 23. Januar 2026 erschien das Psycho-Horrorspiel des Entwicklers und Publishers Steelkrill Studio, in dem du einen Mann spielst, der in einer Schleife gefangen ist. In meiner Review erzähle ich dir mehr.
Fokus liegt auf Details
The 18th Attic - Paranormal Anomaly Hunting Game ist ein PC-Horrorspiel, das konsequent auf Beobachtung, Aufmerksamkeit und psychologische Spannung setzt. Du befindest dich in einem scheinbar normalen Dachboden und hast die Aufgabe, paranormale Anomalien zu erkennen, korrekt zu melden und einzuordnen. Statt klassischem Horror mit Verfolgungsjagden oder Kämpfen liegt der Fokus klar auf Details, subtilen Veränderungen und dem stetigen Gefühl, dass etwas nicht stimmt – auch wenn du es zunächst nicht genau benennen kannst. Eine klassische Story wird dabei nur angedeutet. Du erhältst keine ausführlichen Erklärungen, sondern setzt dir das Geschehen aus Umgebung, Stimmung und wiederkehrenden Mustern selbst zusammen. Das passt gut zum Konzept, lässt jedoch wenig Raum für erzählerische Tiefe. Wer klare Antworten oder einen ausgearbeiteten Plot erwartet, dürfte enttäuscht sein, denn der Reiz liegt eindeutig im Moment, in der Wahrnehmung und im schleichenden Zweifel – nicht im klassischen Erzählen einer Geschichte.

Das Spieltempo ist ruhig, aber angespannt
Das Gameplay dreht sich vollständig um das Entdecken von Abweichungen. Du beobachtest Räume, Objekte und Lichtverhältnisse und vergleichst sie mit deinem Erinnerungsbild. Kleine Veränderungen können entscheidend sein, etwa verschobene Gegenstände, seltsame Schatten oder unerklärliche Bewegungen. Deine Aufgabe besteht darin, diese Anomalien korrekt zu identifizieren und zu melden. Fehler werden bestraft, was einen konstanten Druck erzeugt, selbst wenn auf dem Bildschirm scheinbar nichts passiert. Das Spieltempo ist ruhig, aber angespannt, da jede falsche Entscheidung Konsequenzen hat. Spielerisch bleibt The 18th Attic bewusst simpel. Du bewegst dich durch die Umgebung, schaust genau hin und triffst Entscheidungen. Es gibt keine komplexen Systeme oder Rätsel, stattdessen lebt das Spiel vollständig von deiner Wahrnehmung. Das kann sehr intensiv sein, weil du ständig zweifelst, ob du wirklich etwas gesehen hast oder dir nur etwas einbildest. Gleichzeitig kann genau diese Reduktion auch monoton wirken, vor allem bei längeren Spielsessions oder wenn sich Anomalien ähneln.Grafik und Sound:
Grafisch setzt das Spiel auf einen realistischen, aber eher schlichten Stil. Der Dachboden und die angrenzenden Bereiche sind detailreich genug, um Veränderungen sichtbar zu machen, ohne technisch zu beeindrucken. Licht, Schatten und kleine Effekte spielen eine größere Rolle als hochauflösende Texturen. Technisch läuft das Spiel auf dem PC meist stabil, kleinere Bugs oder visuelle Ungenauigkeiten können jedoch auftreten, beeinträchtigen die Spielerfahrung aber selten gravierend. Der Sound trägt stark zur Atmosphäre bei. Knarzende Geräusche, leises Rauschen, entfernte Klänge und plötzliche akustische Veränderungen sorgen dafür, dass du dich nie wirklich sicher fühlst. Musik wird nur sehr sparsam eingesetzt, wodurch Stille oft unangenehmer wirkt als laute Effekte. Gerade mit Kopfhörern entfaltet das Spiel hier seine größte Wirkung und verstärkt den psychologischen Druck erheblich.

Trailer:


















