
Am 22. Januar 2026 erschien die Simulation des Entwicklers VHornet Games und Publishers PlayWay S.A., bei dem du ein „legitimes“ Weltraum-Business betreibst. In meiner Review erzähle ich dir mehr.
Story und Handlung:
Legitimate Space Corp Simulator LLC ist ein PC-Spiel, das bewusst satirisch mit dem Thema Raumfahrt, Bürokratie und Konzernlogik umgeht. Du übernimmst die Rolle eines Mitarbeiters – oder besser gesagt eines Zahnrads – innerhalb einer angeblich seriösen Raumfahrtfirma, bei der vieles offiziell, korrekt und legitim wirkt, während darunter Chaos, Absurdität und systemische Abgründe lauern. Das Spiel setzt weniger auf klassische Weltraumaction und mehr auf Simulation, Entscheidungsfindung und schwarzhumorige Beobachtung. Inhaltlich ist Legitimate Space Corp Simulator LLC deutlich stärker als es seine Mechaniken zunächst vermuten lassen. Die Texte, Dialoge und Beschreibungen sind oft trocken, ironisch oder subtil böse und transportieren Kritik an Konzernstrukturen, Verantwortungslosigkeit und Entmenschlichung. Eine klassische Story im Sinne eines klaren Handlungsbogens gibt es nicht, stattdessen entsteht die Erzählung aus deinen Entscheidungen und der Art, wie du dich im System bewegst. Das kann sehr wirkungsvoll sein, verlangt aber Geduld und Aufmerksamkeit.

Gewinnt aber durch Kontext und Präsentation an Tiefe
Im Gameplay dreht sich vieles um das Abarbeiten von Aufgaben, das Bedienen von Systemen und das Treffen von Entscheidungen, die oft banal wirken, aber spürbare Konsequenzen haben. Du klickst dich durch Menüs, überprüfst Abläufe, genehmigst oder verweigerst Prozesse und folgst internen Richtlinien, die nicht immer logisch oder sinnvoll erscheinen. Gerade diese bewusste Reibung zwischen dem, was richtig wäre, und dem, was das System von dir verlangt, bildet den Kern des Spiels. Mechanisch bleibt Legitimate Space Corp Simulator LLC dabei eher einfach, gewinnt aber durch Kontext und Präsentation an Tiefe. Die Steuerung ist größtenteils selbsterklärend, auch wenn das Spiel dich nicht immer an die Hand nimmt. Einige Abläufe musst du dir selbst erschließen, was gut zur Idee eines undurchsichtigen Konzerns passt, stellenweise aber auch für Verwirrung sorgen kann. Der Spielfluss ist ruhig und teilweise bewusst monoton gehalten, was thematisch stimmig ist, aber nicht jedem gefallen dürfte. Abwechslung entsteht weniger durch neue Mechaniken als durch neue Situationen, Texte und Entscheidungen.Grafik und Sound:
Grafisch bleibt das Spiel schlicht. Die Darstellung ist funktional und minimalistisch, teilweise fast steril, was den Büro- und Konzerncharakter gut unterstreicht. Es geht hier nicht um visuelle Highlights, sondern um Lesbarkeit und Atmosphäre. Technisch läuft das Spiel auf dem PC in der Regel stabil, auch wenn kleinere Unsauberkeiten oder UI-Eigenheiten auftreten können, die den Eindruck eines Indie-Projekts verstärken. Der Sound hält sich bewusst zurück. Musik ist sparsam eingesetzt und unterstreicht meist eine nüchterne, leicht beklemmende Grundstimmung. Geräuscheffekte sind funktional und unterstützen die Interaktionen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Gerade diese Zurückhaltung verstärkt das Gefühl, Teil eines emotionslosen Systems zu sein, das dich langsam vereinnahmt.

Trailer:















