Wonder Boy Collection

Nintendo Switch

Noch immer gelten die Wonder Boy-Titel als maßgebend für das Plattformer-Genre, die bis heute noch, trotz kleineren Schwächen, gerne gespielt werden. Für Fans des Retro-Genres, gibt es ab sofort die Wonder Boy Collection mit den Titeln Wonder Boy, Wonder Boy in Monster Land, Wonder Boy in Monster World und Monster World IV für PlayStation und Nintendo Switch.

Wonder Boy

Der erste Teil der Wonder Boy Serie erschien 1986 und wurde von Sega für Spielhallen vertrieben. Etwas später erschien der Titel dann für SG-1000, Master System und den Game Gear. In dessen arbeitete Activision an der Umsetzung für PC und veröffentlichte darauf das Spiel für den C64, das ZX Spectrum und den Amstrad CPC. Im Jahre 2004 wurde dann eine detailgetreue Umsetzung der Spielautomatenversion seitens Sega für Mobiles vermarktet.  In diesem Teil schlüpft ihr in die Rolle des Protagonisten Tom-Tom und müsst seine Freundin Tanya befreien, die von dem Monster Drancon entführt wurde. Da das Spiel ursprünglich für Spielhallen entwickelt wurde, sind die Level recht kurz, an Herausforderungen fehlt es aber dennoch nicht. Während ihr Früchte sammelt wie Bananen, Kirschen oder Melonen, die nicht nur eure Lebensanzeige wieder auffüllt, sondern auch als eine Art Uhr fungieren, die kontinuierlich dem Ende zuläuft. Verliert man alle Lebenspunkte, verlierst man auch eins seiner Leben, was bei den zahlreichen Gegnern recht schnell passieren kann. Abgesehen von riesigen Schnecken, Schlangen oder Bienen, erwarten euch auch am Ende der vier Etappen ein Bosskampf mit Drancon, insgesamt gibt es neun Gebiete zu meistern.  Aus großen Eiern in der Spielwelt, die von links nach rechts scrollt, erhaltet ihr Power Ups in form von einer Waffe, wie den prähistorischen Hammer, ein Skateboard oder eine Elfe die euch unverwundbar machen kann, wie bspw. bei Mario der gelbe Stern.  

Wonder Boy in Monster Land

Im Jahr 1987 erschien der zweite Ableger der Wonder Boy Serie, die sich allerdings vom Vorgänger stark unterschied, denn aus dem simplen Plattformer wurde ein Abenteuerspiel mit Rollenspielelementen. Während Sega den Titel für das Sega Master System herausbrachte, kümmerte sich Activision um die Veröffentlichung auf Amiga, C64, Atari-ST und ZX Spectrum.  Auch hier war das Spielprinzip recht simple, die Handlung selbst findet 11 Jahre nach dem Vorgänger statt, statt seine Freundin diesmal zu retten, muss Tom-Tom einen bösen Drachen und seine Armee von Monstern besiegen. Der Schwierigkeitsgrad wurde hier stark erhöht, denn Tom-Tom besitzt nur wenige Leben und die Lebensenergie lässt sich nicht durch Früchte in der Spielwelt wieder auffüllen, sondern nur durch Gegenständen, die man mit Münzen  in Geschäften kaufen kann, zudem läuft auch hier die Uhr ständig weiter, die sich ebenfalls nur durch Käufe oder der Sanduhrsymbole, die an bestimmten Stellen im Spiel auftauchen, auffüllen lässt. Wie einige Spiele früher, gab es kein Speicher- oder Passwortsystem, das Spiel musste also in einem Durchgang beendet werden. Was bei insgesamt elf abwechslungsreichen Kapiteln und Bossen nicht so einfach war.

Wonder Boy in Monster World

Der fünfte Ableger erschien 1991 und war der letzte Teil, der in Englisch erschien. Hier spielen wir auch einen neuen Protagonisten, namens Shion.  Das wesentliche Gameplay blieb erhalten, allerdings wurde der Fokus noch mehr ins RPG-Genre gelenkt, denn in diesem Teil können wir auch Quests von Dorfbewohnern erhalten, mit denen wir uns Unterhalten können, ebenfalls hinzugefügt, wurde ein kleines Levelsystem, um Angriffs- und Verteidigungswerte sowie die Lebensenergie zu steigern. Mit gesammelten Münzen, ist es nun auch möglich die Ausrüstung zu verbessern.

Monster World IV

Monster World IV erschien offiziell nur für den japanischen Markt im Jahr 1994 und war der letzte teil der Serie. In Deutschland wurde das Spiel erstmalig 2012 als Digitalversion für Wii, Playstation 3 und XBOX 360 verkauft. Der Name Wonder Boy wurde zudem abgelegt, da man in diesem Teil erstmalig eine weibliche Protagonistin spielen konnte, die sich Asha nennt. Am Gameplay hat sich allerdings kaum was geändert, man blieb also dem Plattformer-RPG-Genre treu.  Jedoch erhielt Asha die Fähigkeit, ihr Schwert in der Luft nach oben, unten und vorwärts zu schwingen und kann zudem ihr Schild auch im Stehen benutzen, indem sie ihn gedrückt hält. Um Bereiche zu erreichen, die Asha alleine nicht erklimmen konnte, war es möglich ihr Haustier Pepelogoo zu beschwören, dass auch als Plattform benutzt werden konnte oder als Feuerlöscher.

PlayStation und Switch Version mit Neuerungen

Dank der neuen Collection können wir nun endlich Speichern, wann immer wir wollen, vor einem Boss, vor einem komplizierten Plattform-Part, wann auch immer es uns gerade gelüstet. Sollten wir dann doch mal sterben und möchten den aktuellen Speicherpunkt, den wir erstellt hatten nicht laden, können wir auch dank einer Rewind-Funktion zurückzuspulen und es an Ort und Stelle nochmal versuchen. Da die Spielgeschwindigkeit etwas ungewohnt ist in der heutigen Zeit, gibt es auch eine Spielgeschwindigkeit-Funktion, mit der wir uns dann schneller fortbewegen. Abgesehen von diesen Vorteilen gibt es auch die Möglichkeit, die Bildschirmgröße anzupassen, hierzu stehen uns verschiedene Grafikeinstellungen zur Verfügung. Nostalgiker können zudem die Galerie nutzen um Artworks der Serie zu bestaunen. Technisch wurde an der neuen Portierung nichts geändert, was etwas schade ist, gerade die Steuerung bei den Sprungphasen hätte noch etwas Optimierung vertragen können, aber ansonsten hat man mit allen Teilen für mindestens 10-15 Stunden seinen Spielspaß und kann easy jederzeit das Spiel wechseln und bei einem anderen teil weiter machen.  Anzumerken sei nur, dass ihr das Spiel abspeichert, bevor ihr die Switch in den Ruhestand versetzt, denn andernfalls kann es hin und wieder passieren, dass ihr das Level wieder neustarten oder einen älteren Speicherpunkt neu laden müsst.  

Trailer:


Fazit

Ich habe die Wonder Boy Collection auf der Nintendo Switch gespielt und kam prinzipiell gut damit klar, auch wenn die Steuerung etwas ungewohnt und langsam war. Technisch lief alles aber sauber, ich hatte keine Bugs oder Abstürze. Die Collection eignet sich ganz klar vor allem für Retro-Fans und Nostalgiker, aber auch für Neueinsteiger, die nicht zu viele Ansprüche stellen. Gerade die letzten beiden Spiele in der Serie sind durch mehr tiefe und Gameplay anspruchsvoller, für kurze Spielsitzungen lohnen sich aber auch die ersten beiden Teile. Am Spaß und an Abwechslung wird es definitiv nicht mangeln. Dank der Neuerungen, die etwas an Rom-Emulatoren erinnern, kann man nun das langsame Gameplay schneller machen, den Rewind nutzen bei Fehlern und jederzeit speichern, wann immer man will. Ist man dann nach knapp 10-15 Stunden mit allen vier Teilen durch, kann man sich immer noch nette Artworks in der Galerie ansehen und den Fortschritt der Serie miterleben.


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