Super-Bikes Riding Challenge

Super-Bikes Riding Challenge (PS2)

(Ubisoft)

geschrieben von Uwe Schöler

 

 
Entwickler: Milestone
Publisher: Ubisoft
Genre: Rennsimulation
Releasedate: Bereits erhältlich
Homepage: Super-Bikes
Preis: 39,99 €
Altersfreigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß §14 JuSchG

Auf der Rennmaschine durch die Stadt

Wer möchte nicht auf einem von 40 verschiedenen Motorrädern über Rennstrecken heizen oder mit Vollgas durch Städte wie London, Mailand oder Berlin brettern? Neben alltäglichen Bikes von Ducati, Yamaha oder Suzuki trifft man auch auf etwas außergewöhnlichere Motorräder von Triumph, Magni und Voxan. Realistische Fahrphysik, originale Cockpits und die Liebe zum Detail lassen das Genre Motorradsimulation auf der PS2 aufblühen und machen "Super-Bikes Riding Challenge" zu einer Racingperle.

Auf Los geht’s los ...

...über Rennstrecken wie Laguna Seca, dem neuen Kurs von Assen, über detailreiche Landstraßen durch die schottischen Highlands, nach Korsika oder durch verschiedene Städte. Wem das noch zu langweilig erscheint, der kann alle Strecken unter erschwerenden Bedingungen wie Regen fahren, was sich natürlich auf die Fahrphysik des Motorrads auswirkt. Doch schauen wir uns das Spiel erstmal näher an: Zu Beginn erscheint ein Intro, das durch seine hohe Qualität bereits auf eine wunderschöne Rennsimulation hoffen lässt. Nun folgt die Auswahl der Sprache und man gelangt nach Drücken der Start-Taste in das erste Spielmenü, in dem der zukünftige Fahrer erst einmal ein neues Profil erstellt. Dabei kann der Spieler auswählen, ob er Pokalmeisterschaften vorzieht oder ob er sich lieber der Karriere widmet. Im Pokalmeisterschaftsmodus wird jeweils eine Meisterschaft mit fünf Rennen gefahren, und im Karrieremodus hat er einen harten, steinigen Weg nach oben vor sich, wenn er zur Motorradlegende avancieren will.

Nachdem die alles entscheidende Auswahl getroffen wurde, wird der Blick auf das Hauptmenü freigegeben. Als Optionen stehen freies Fahren, Karriere, Mehrspieler, Optionen, Bikerauswahl, Markendetails oder Bikerschule zur Verfügung. Die Fahrer, die sich für die Karriere entscheiden, besuchen gewöhnlich als erstes die Bikerschule. Hier stehen viele unterschiedliche Lektionen zur Auswahl, die es zu absolvieren gilt. So sind zum Beispiel Tempokontrolle, Bremskontrolle, Kurvenfahrt oder eine komplette Runde in einer bestimmten Zeit zu meistern. Kommen Sie mit Ihrem Bike auf die Grasnarbe, werden Sie Mühe haben, das Motorrad fest im Griff zu behalten. Etwas zu viel Schräglage oder zu viel Gas, und schon landen Sie im Kies. Nach ein paar Stürzen ist aber auch das sicher kein Problem mehr. Nun sind noch Bedrängen des Gegners, Fallübungen zur Verringerung der Verletzungsgefahr sowie Windschattenfahren dran. Ist die Biker-Fahrschule erfolgreich absolviert, steht die Teilnahme an der ersten Rennsaison an.

Nun folgt auf der Karriereleiter die Vergabe der Fahrer-Fähigkeitspunkte auf sieben unterschiedlichen Fertigkeiten. Die Punkte kann man sich mit dem Fahren von Rennen und dem Sammeln von Erfahrungen verdienen. Zu Beginn besitzen Sie lediglich vier Punkte, die Sie zum Beispiel auf Tempo, Willenskraft oder Bremsen verteilen können. Anschließend darf sich der Fahrer mit den Ausrüstungsgegenständen ausstatten, die er durch seine bisherigen Erfolge in der Saison gewonnen hat. Helme, Handschuhe und Anzüge können seine Fähigkeiten beeinflussen, so dass er sich auf ein besonderes Event spezialisieren kann. Mit "Saison“ wird nun der neue Rennzyklus eingeläutet, der zu Beginn mit einer Ducati Monster S2R 1000, einer Yamaha FZ6 oder einer Honda Hornet bestritten wird.

Die Fahrphysik von "Super-Bikes" fährt schweres Geschütz auf: So sollten Sie niemals die stabile Lage verlassen oder zu hart auf die Bremse gehen, da das Motorrad sonst schnell unkontrollierbar wird. Wenn Sie Ihren Oberkörper nach vorn lehnen, werden Sie aerodynamischer, nach hinten gelehnt beherrschen Sie Ihr Bike besser. Sollten Sie Lust auf Wheelies haben, bleiben Sie während des Rennens mit geradem Oberkörper hart am Gas. Dabei sollten Sie aber aufpassen, dass Sie mit dem Motorrad nicht zu weit nach hinten kommen, da sonst spektakuläre Stürze unvermeidlich sind. Fallen Sie zu oft hin, ist das Rennen wegen Verletzung des Fahrers verloren. Ein Balken signalisiert Ihnen den aktuellen Gesundheitszustand.

Unter den Fähigkeiten kommt der Willenskraft eine besondere Bedeutung zu; sie wird als Balken über dem Fahrer dargestellt, wenn er einen Gegner verfolgt. Fahren Sie zu dicht auf, sinkt dieser Balken und Sie können den Gegner leichter überholen. Setzen Sie die Gegner unter Druck, bezahlen Sie Angriffe mit Nervenflattern oder ziehen Sie sich im Windschatten kontinuierlich an den Gegner heran, um ihn am Ende zu überholen. Achten Sie auch auf Ihre Gesundheitsanzeige, denn bei allzu rüpelhafter Fahrweise mit einigen Abflügen in das Kiesbett werden Sie die Zielflagge kaum zu Gesicht bekommen.

Ein weiterer Menüpunkt lautet "Herausforderungen". Dabei sind auf dem Grundtraining aufbauende Brems- und Tempoaufgaben mit ansteigender Schwierigkeit zu bewältigen: Das Herzstück ist und bleibt aber natürlich die Saison. Sie beginnen mit der "Einfachen Saison", dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad, mit jeder Menge Fahrhilfen. Sobald Sie diese erfolgreich abgeschlossen haben, folgt die Supersport- und schließlich die Superbike-Saison. Der Mehrspielermodus präsentiert sich in Form von Splitscreen-Rennen, die für eine lustige Abwechslung zwischendurch sorgen. In diesem Modus können Sie Ihren Gegner in Einzelrennen oder in Turnieren besiegen.

In die Kurve hinein bremsen und mit Vollgas wieder hinaus

Die Bedienung des Spieles ist sehr einfach, auch wenn die Beherrschung des Bikes einiges abverlangt. Zwischen dem Karrieremodus und dem Pokalmodus gibt es kleine Unterschiede, die nicht unerwähnt bleiben sollten: So wird man im Pokalmodus bei "Freies Fahren“ gefragt, ob man das Grundtraining absolvieren möchte und bei "Pokale“, ob man die "Fahrschule“ besuchen will. Der Schreibfehler ist kein Witz, er stand so auf dem Fernseher. Nachdem das Grundtraining gemeistert ist, steht das freie Fahren auf dem Programm. Hier stehen schon mehrere Bikes zur Wahl, als im Karrieremodus. Als Strecken bieten sich hier zum Beispiel der Hockenheimring, die Alpen, Valencia, London oder Berlin an.

Wichtig zu wissen ist, dass bei einem neuen Biker der eingestellte Realismusgrad vom bereits genutzten nicht übernommen wird. Hierauf sollten Sie unbedingt achten, bevor Sie sich auf das Motorrad setzen. Haben Sie Rennen abgeschlossen, wird der Bikerfortschritt, also Ihr Weiterkommen, errechnet, der sich in vier große Bereiche aufteilt: Es wird nach Technik, (wie Platzierung und Führungen) Zähigkeit, (wie Gesundheit und Unfällen) Taktik, (wie Windschatten fahren und Bedrängen) und Spezial (wie Powerslide und Wheelies) unterschieden. Die vier Kategorien ergeben den Gesamtfortschritt, der anschließend in Rennpunkte umgerechnet wird. Anhand dieser Punkte werden Sie als Fahrer, entsprechend den vorgegebenen Rängen, hochgestuft, oder eben nicht, wenn die Voraussetzungen dafür noch nicht erfüllt sind.

Von detaillierten Maschinen und mitreißender Musik

Die über 40 lizenzierten Motorräder und die vielen unterschiedlichen Strecken sind schön anzuschauen, auch wenn nicht alles in gleicher Weise detailliert ist. Manchmal wirken die Motorräder leicht matt und es sind nur wenige Effekte, wie Spiegel- oder Lichtreflexe sichtbar. Die Grafik überzeugt, auch wenn hier und da leichte Clipping-Fehler auftreten, die den Fahrspaß aber nicht mindern. Ein Schadensmodell gibt es leider nicht, auch wenn die Maschine nach so manchem Sturz Schaden nimmt. Der röhrende Sound der Motorräder ist sehr realistisch, was so manchen Zweiradfan begeistern wird. Jede Maschine hat ihren eigenen Sound, was bei einem guten Fernseher oder einer Heimkinoanlage ein echter Ohrenschmaus ist. Untermalt wird das actionreiche Motorradrennen zusätzlich durch rockige Hintergrundmusik, die Sie im Optionsmenü Ihren Wünschen entsprechend einstellen können. Dabei können Sie im Bereich Rennhintergrund zwischen Stimmung und Musik wechseln.

Am Ende erfolgreich?

"Super-Bikes Riding Challenge" überzeugt und stellt ein Highlight dieses Genres dar. Die Fahrphysik ist ein echter Leckerbissen und verleiht dem Titel ein realistisches Flair, das das Spiel aber dennoch nicht zu einem Simulationsmonster werden lässt. Die optische Abwechslung und die Vielfalt der Strecken machen einen guten und soliden Eindruck. Mal fahren Sie über den bekannten Hockenheimring, dann wieder über eine Gebirgsstrecke in den Bergen mit steilen und engen Passagen. Das sorgt für spielerische Vielfalt. Motorradfans und Spielbegeisterte sollten sich diesen Titel auf jeden Fall zulegen. Andere spielen es vorher besser an.

(10.10.2006)

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