Age of Conan: Rise of the Godslayer

Age of Conan: Rise of the Godslayer

(Deep Silver)

geschrieben von Manuela Loritz

 

 
Entwickler: Funcom
Publisher: Deep Silver
Genre: Online-Rollenspiel
Releasedate: Mai 2010
Homepage: Age of Conan: Rise of the Godslayer
Preis: 29,99 € (Bundle mit Hauptspiel)
Altersfreigabe: Keine Jugendfreigabe gemäß §14 JuSchG

Der Start des Multiplayerspiels "Age of Conan: Hyborian Adventures" im Jahre 2008 stand unter keinem guten Stern: Schlechtes Balancing, fehlendes Player-versus-Player-System, ein noch nicht vollständig implementiertes Handwerkssystem und andere Probleme verärgerten die Spieler und die Presse. Doch Entwickler Funcom gab nicht auf und verbesserte das Spiel in den letzten zwei Jahren mit Hilfe von mehreren gelungenen Patches.

Mit "Rise of the Godslayer" veröffentlicht Deep Silver im Mai das erste Add-on, das einzeln oder zusammen mit dem Hauptspiel erhältlich ist. Wir waren auf der Role Playing Convention und haben das Add-on angeschaut.

Entscheidungen und Konsequenzen

Als Inspirationsquelle für "Rise of the Godslayer" diente "Der Turm des Elefanten" von Conan-Erfinder Robert W. Howards. Darin ist der Titelheld ein noch junger, unerfahrener Dieb, der durch Zufall vom sogenannten Elefantenturm erfährt, in dem gewaltige Schätze beherbergt sein sollen. Doch findet er dort ein seltsames Lebewesen, eine Mischung aus Mensch und Elefant, das ihn bittet, ihn zu töten. Conan zögert nicht und kommt der Bitte nach.

Das Spiel ist stark auf Entscheidungen und dessen Konsequenzen ausgelegt, weswegen auch Conans Entscheidung im Add-on Auswirkungen hat, nämlich auf das Volk der Khitaner. Deren Land wurde von der getöteten Gottheit zu Lebzeiten vor dem Bösen beschützt. Nun kehrt das Übel zurück.

Der Mai macht viele Inhalte neu

"Rise of the Godslayer“ öffnet dem Spieler den Osten, fünf neue große Gebiete warten auf Spieler mit Level 80, aber auch an ein neues Gebiet für niederstufige Charaktere (20-40) wurde gedacht. Der bisherige Charakter kann übernommen werden.

Wie der Spieler in den Osten und nach Khitai kommt, das sehr stark an das frühe China angelehnt ist, ist ihm selbst überlassen: Entweder er bezahlt eine Karawane für die Fahrt und erreicht sein Ziel sofort nach dem Ladebildschirm oder er bietet seine Hilfe als Beschützer an. Letzteres führt zu einem sogenannten Random Encounter, d. h. einem Zufallsereignis, das zu einer kleinen Quest in der Wüste oder auf dem Wasser führt.

Zurück zum Thema Entscheidungen und Konsequenzen: Der Spieler kann sich einer von zwölf unterschiedlichen Fraktionen anschließen, die im Konflikt miteinander stehen, weswegen allein diese Entscheidung bereits einige kämpferische Auseinandersetzungen mit sich bringt. Innerhalb der Gruppierung kann der Spieler durch das Lösen von Quests viermal aufsteigen und erhält eine von zwei wählbaren Ausrüstungen. Je nach Fraktion bekommt der Spieler auf der höchsten Stufe eine Quest, die ihm am Ende entweder einen Tiger oder Wolf als Belohnung bringt. Das Tier wird im Anschluss ausgebildet, bevor eine weitere Entscheidung ansteht: Soll es als Kampfbegleiter fungieren oder als Reittier?

Es ist möglich, beide Tiere zu besitzen, dafür muss man seine Fraktion nach Erhalt des Tieres allerdings verraten und sich einer anderen anschließen. Dort ist es erst einmal nötig, sich wieder das benötigte Ansehen zu erkämpfen. Die Konsequenzen daraus kann man sich zusammenreimen.

Neben neuen Dungeons ist im Add-on auch eine neue Spielmechanik enthalten: Diese verlangt eine hohe und gute Beobachtungsgabe vom Spieler. Er muss Räume und Umgebungen genau betrachten, denn hier erhält er Hinweise auf die möglichen Taktiken im Kampf gegen Feinde und Bossgegner. Die Anhaltspunkte können sich zum Beispiel auf Steinplatten oder in der Natur befinden. Um nicht zu viel zu verraten, sollte sich jeder Spieler selbst genau umsehen.

Eine andere wichtige Neuerung ist, dass der Charakter nicht mehr im Level aufsteigt, sondern aus einem fünfstufigen Talentbaum seine Fähigkeiten und Vorteile aussuchen wird. Je mehr Zeit man in das Spiel investiert, desto mehr Auswahlmöglichkeiten werden zur Verfügung stehen. Immer sechs Fähigkeiten können im Vorfeld für den anstehenden Kampf ausgewählt und in die Quickslot-Leiste gezogen werden. Während des Kampfes ist die Auswahl nicht veränderbar, erst wieder vor dem nächsten Gefecht.

Grafisch aufwendig mit Musik

Mit dem Add-on "Rise of the Godslayer" bleibt "Age of Conan" das grafisch aufwendigste Online-Rollenspiel. Schöne Lichtbrechungen, detailreiche Charaktere und ein gelungenes asiatisches Setting fallen hierbei besonders ins Auge.

Der Soundtrack wurde von Knut Avenstrup Haugen komponiert, der auch schon im Hauptspiel für die Musik sorgte, und fügt sich passend in das östliche Setting ein.

"Rise oft he Godslayer" macht einen sehr guten Eindruck, das an China erinnernde Setting bringt neue Zonen in das Spiel, die vielfältig sind und die grafische Gestaltung des Add-on ist aufwendig. Die Spielmechanik verringert den Frust bei Bosskämpfen und wirkt nicht aufgezwungen. Abwechslung bieten die Zusatzinhalte allemal. Durch das Bundle-Angebot mit Hauptspiel und Add-on ist "Age of Conan" sicherlich auch für Neulinge der Geschichte einen Blick wert und für Fans sowieso.

(03.05.2010)

Minimale

Windows XP / Windows Vista / Windows 7

Intel Pentium IV 3 GHz

1 GB RAM

Shader Model 2.0 und 128 MB RAM; Nvidia GeForce 5800 oder ATI 9800

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