Die Suche nach Amelia Earhart

Die Suche nach Amelia Earhart

(Rondomedia)

geschrieben von Daniela Salten

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Entwickler: THQ
Publisher: Rondomedia
Genre: Wimmelbildspiel
Releasedate: Bereits erhältlich
Homepage: Die Suche nach Amelia Earhart
Preis: 9,99 €
Altersfreigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß §14 JuSchG

Eine Hintergrundgeschichte für Wimmelbildspiele zu erfinden, bedarf angesichts der vielen bereits erschienenen Spiele dieser Art mittlerweile eine gewisse Fantasie seitens der Entwickler. So verwundert es nicht, dass eines der neuesten Werke aus dem Hause Rondomedia sich mit der US-amerikanischen Fliegerlegende Amelia Earhart und ihrem rätselhaften Verschwinden beschäftigt. Earhart überquerte 1928 als erste Frau den Atlantik und verschwand 1937 während einer Weltumrundung auf mysteriöse Weise.

Story und Gameplay

Die Geschichte teilt sich in zwei Abschnitte auf. Der erste spielt im Jahr 1937: Die Hellseherin Christine, die offenbar mit Amelia Earhart in Beziehung steht, steht dabei im Mittelpunkt. Über ihre telepathischen Kräfte erfährt sie von Earharts Absturz über dem Pazifik und bemüht sich, mittels ihr zur Verfügung stehender Fotos, hellseherisch über Earharts Vergangenheit einen Blick in ihre Gegenwart zu bekommen. Der zweite Teil wird in die 1990er-Jahre verlegt. Christine ist mittlerweile eine alte Frau, eines Tages jedoch besucht sie ihre Tochter, die selbst Pilotin geworden ist, und erzählt ihr, dass es neue Spuren zum Verschwinden von Amelia Earhart gibt. Gemeinsam beschließen sie, an den Ort des Absturzes zu reisen, um dem Geheimnis endgültig auf den Grund zu gehen.

Obwohl die Geschichte etwas weit hergeholt wirkt, kann man den Entwicklern eines nicht absprechen: Sie haben sich mit Earharts Geschichte beschäftigt und auch Theorien zu ihrem Verschwinden mit eingearbeitet. Auch die verwendeten Fotos sind echten Vorbildern nachgestaltet. Man hat offenbar großen Wert auf einen hohen Authentizitätsfaktor gelegt, was auch darin zum Ausdruck kommt, dass manche der gesuchten Gegenstände tatsächlich mit Amelia Earhart in Verbindung zu bringen sind. Die Suchspiele selbst laufen nach altbekanntem Muster ab und werden ab und zu durch Rätsel ergänzt, die aber keinen größeren Schwierigkeitsgrad beinhalten. Hierbei handelt es sich hauptsächlich zum einen um Schiebepuzzle, zum anderen um eine Art Memory, bei dem man solange Karten wenden muss, bis sich ein Bild daraus formt. Hier wäre es sicherlich angebracht gewesen, ein paar mehr alternative Herausforderungen zu bringen, da der Spielverlauf mit der Zeit dann doch etwas eintönig wird. Versierte Wimmelbildspieler dürften ohnehin keine größeren Probleme mit dem Schwierigkeitsgrad von "Die Suche nach Amelia Earhart" haben, so dass das gesamte Spiel ohne Probleme in einer bis zwei Stunden absolvierbar ist. Zusammenfassend kann man sagen, dass etwas mehr Herausforderung dem Spiel sehr gut getan hätte.

Sound und Grafik

Die einzelnen Räume sind häufig mit unterschiedlicher Hintergrundmusik ausgestaltet worden, so dass sich dahin gehend eine gewisse Abwechslung ergibt, zumal die ausgewählte Musik auch in der Regel gut zu dem jeweiligen Ambiente passt. Anders als in vielen Wimmelbildspielen wurde hier zudem Wert auf gewisse Soundeffekte, wie prasselndes Kaminfeuer oder einen pfeifenden Teekessel, Wert gelegt.

Die vom Herausgeber versprochene "traumhafte Grafik" sucht man leider vergebens. Hierbei dürfte es sich eher um die Standardgrafik handeln, die man bereits aus vielen Wimmelbildspielen gewohnt ist. Zwar sind die Bilder gut zu überblicken und alle vorhandenen Gegenstände zu erkennen, aber wenigstens bei den Zwischensequenzen hätte man sich etwas mehr Mühe geben können und nicht nur die eingeschobenen Standbilder verwenden sollen.

"Die Suche nach Amelia Earhart" ist ein Wimmelbildspiel wie viele andere. Einerseits hat es eine gut recherchierte, wenn auch ein wenig übertriebene Geschichte, einen ordentlichen Sound und eine insgesamt ganz passable Grafik. Andererseits muss man aber auch die kurze Spieldauer, die geringe Komplexität, eine gewisse Eintönigkeit der Spielgestaltung und den nicht erfüllten Anspruch, eine "traumhafte Grafik" zu bieten, erwähnen. Insgesamt bleibt der Eindruck, dass man hier ein Spiel ohne hervorstechende Besonderheiten vor sich liegen hat. Dem Gelegenheitsspieler dürfte das gerade noch genüge

(31.05.2010)

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