Könige der Wellen (Nintendo DS)

Könige der Wellen (Nintendo DS)

(Ubisoft)

geschrieben von Anke Morbitzer

 

 
Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Genre: Arcade / Rennspiel
Releasedate: Bereits erhältlich
Homepage: Könige der Wellen
Preis: 29,95 €
Altersfreigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß §14 JuSchG

Einleitung

Fast jeder Kinofilm bringt heute eine Menge Fanartikel, DVD-Editionen und nicht zuletzt Videospiele mit sich. Wer den Film mochte, greift umso eher zu einem Spiel mit den gleichen Figuren, und wer zuerst über das Spiel stolpert, wird vielleicht nachträglich noch ins Kino gelockt. Nicht in jedem Fall gelingt das so gut wie mit der Geschichte des Pinguins Cody, dessen spritzige Surfabenteuer auf Pin-Gu-Eiland aus dem Kino direkt auf die Spielkonsole übergeschwappt sind. Hier kann man mit allen Figuren aus dem Film die großen Wellen reiten und es mit einer echten Legende aufnehmen.

Story

Cody will abhauen. Zwar ist es frostig und ungemütlich in Buenos Eisig, aber das ist nicht der Grund für seinen Trip in den sonnigen Süden. Einem Felsenpinguin macht die Kälte nichts aus. Er sucht Big Z, die Surflegende, von der die ganze Welt schwärmt. Cody muss ihn treffen und will es unbedingt mit ihm aufnehmen. Als er ankommt, scheint Big Z verschollen zu sein, aber Cody trifft auf jede Menge andere schräge Vögel. Neben weiteren Pinguinen wie Tatsuhi, Freak oder der schönen Rettungsschwimmerin Lani gehört auch das komische Huhn Chicken Joe zu den Surf-Freaks am Strand von Pin-Gu-Eiland, die keine Welle auslassen.

Steuerung

Die Steuerung in dem rasanten Rennspiel ist intuitiv und leicht zu erlernen. Das Steuerkreuz bestimmt die Richtung, während die hinteren Tasten für rechts und links in engeren Kurven gedacht sind. Zunächst gilt es aber, das Brett anzuschieben, bis man auf einer ordentlichen Welle angekommen ist. Das Paddeln erledigt man anfangs durch schnelles Betätigen des A-Knopfs, bei Spezialbrettern sind später andere Tastenkombinationen erforderlich. Der Touchscreen kommt erst bei den vielen Tricks und Stunts zum Einsatz. Befindet man sich auf einer Rampe und nimmt Anlauf, wählt man durch Antippen der Symbole auf dem Screen eine oder mehrere Stuntfiguren aus, die dann während des Sprungs ausgeführt werden. So bleibt beim Sprung mehr Zeit zum Steuern und man kann sich ganz auf die nächsten Kurven und Hindernisse konzentrieren. Auch bei besonderen Belohnungen entlang der Strecke ist das Touchpad von Nutzen: Trifft man auf eine tropische Harmonie-Blume, muss man durch schnelles Tippen den Weg aus einem Labyrinth finden. Gelingt das, bekommt man einen ordentlichen Schub und kann die Konkurrenz überholen.

Gameplay

In "Könige der Wellen" geht es darum, wer der beste Surfer auf den verschiedenen Strecken ist. Nicht nur auf Pin-Gu-Eiland, sondern auch auf Vulkaninseln, im tropischen Regenwald oder in gefrorenen Eishöhlen geht es zur Sache. Natürlich ist Cody erstmal die Hauptfigur, doch nach und nach lassen sich die anderen Figuren aus dem Film freischalten und man kann seinen Lieblingshelden auswählen. Die smarte Lani, der eigenwillige Freak, der bewegliche Chicken Joe oder der muskelbepackte Tank stehen zur Wahl. Jeder hat seine Qualitäten, wie zum Beispiel Tank, der zwar nicht besonders wendig ist, dafür aber besonders schnell, und der seine Ellbogen, ähm, Flossen auch einsetzt, um die Gegner zur Seite zu schieben. Chicken Joe beeindruckt alle mit seinen flotten Sprüngen und sahnt ordentlich Extrapunkte mit seinen Tricks ab, während Cody hingegen ein echtes Allroundtalent ist. Neben so unterschiedlichen Eigenschaften verfügen alle noch über verschiedene Surfbretter, die sich alle in Gewicht, Wendigkeit und Schnelligkeit unterscheiden. Jetzt geht es los: Ein paar kräftige Paddelschläge, und man steht auf dem Brett. Nun gilt es, flink alle Hindernisse zu umkurven, Wasserstrudel zum Beschleunigen zu nutzen und sich vor allem nirgendwo zu verheddern. Auf sämtlichen Strecken gibt es jede Menge Alternativkurse, in die unzählige Sprünge, Rampen und Geländer eingebaut sind. Entlang des Kurses kann man reichlich Belohnungen einheimsen: Big Zs Muscheln bringen Punkte auf das Konto, und in Reggie Belafontes Toolbox verbergen sich jede Menge nützliche Dinge, die den Gegnern das Leben schwer machen. Der Zitteraal-Torpedo wirft den Gegner vom Brett, aber man muss ganz genau zielen, um damit zu treffen. Auf größere Entfernung wirkt die Bambus-Zielsuchrakete; sie verfolgt den Konkurrenten so lange, bis sie trifft. Wer einfach nur überholen will, nutzt den Nitro-Tintenfisch, und hinter sich wirft man die selbst aufblasende Kugelfisch-Mine oder die Wurmschleim-Granate. Ihre Wirkung ist nicht so durchschlagend, aber der grüne Glibber versperrt gründlich die Sicht. Sein Talent kann man bei fünf unterschiedlichen Wettbewerben beweisen: Neben den Pin-Gu-Open geht es auf den wilden Dschungelkurs, zum geheimnisvollen Tempelereignis, zu den frostigen Frostock-Open oder auf den heißen Vulkankurs. In drei Rennen qualifizieren sich die besten vier Sportler für das Finale, in dem nach jeder Runde der schlechteste Surfer ausscheidet. Wer es aufs Treppchen schafft, darf den dicken Pokal abschleppen und schaltet neue Figuren oder Wettbewerbe frei. Jede Strecke hat ihren eigenen Charakter. Im Dschungel umkurvt man Palmen und Lianen, im Eis gleitet man über Gletscher und am Vulkan muss man sich vor der Lava in Acht nehmen, sonst bekommt man gegrillte Pinguinfüße. Im freien Wettbewerb kann man sich mit Big Z messen, die schnellste Runde hinlegen oder die letzte Chance nutzen, das heißt, man muss den gemeinen Waffen der Gegner ausweichen und als Letzter noch auf dem Brett stehen. Wem das immer noch nicht reicht, der kann im Multi-Karten-Spiel gegen bis zu acht menschliche Gegner antreten und ordentlich Gischt aufwirbeln.

Grafik

Die Grafik im Spiel ist gelungen und unterstreicht die liebevoll und einfallsreich gestalteten Landschaften, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Jede Menge Details machen die Strecken abwechslungsreich, und die unzähligen Nebenstrecken, Tricks, Rampen und Geheimnisse lassen keine Langeweile aufkommen. Das Spiel punktet insbesondere mit den ausgewählten Filmsequenzen, denn neben den Hauptfiguren haben es auch jede Menge Filmschnipsel ins Spiel geschafft, die die Ladezeit unterhaltsam gestalten und die man sich auch unabhängig vom Spiel ansehen kann.

Sound

Der Sound steht in diesem Spiel nicht so sehr im Vordergrund. "Könige der Wellen" ist mit fetziger Musik untermalt, die gut zum Spiel passt und nicht so schnell langweilig wird. Witziger sind allerdings die Effekte, besonders wenn Waffen zum Einsatz kommen. Man hört deutlich, wenn ein Gegner vom Brett geworfen wird und der Übeltäter das mit einem lauten Ruf oder im Fall von Chicken Joe mit einem heiseren Krähen quittiert. Mit deutlichem Platschen entladen sich Wurmschleim-Granaten und unverkennbar hört man das Grinden eines Bretts auf der Liane oder das Sausen, wenn man in flottem Tempo über Eisschollen gleitet.

Fazit

"Könige der Wellen" ist ein rasantes, unterhaltsames und abwechslungsreiches Spiel, das ordentlich Südseeflair versprüht und allen Altersklassen jede Menge Spaß verspricht. Hier haben es sämtliche Helden aus dem Kino auf den Bildschirm geschafft und dazu noch haufenweise witzige Ausschnitte mitgebracht, die Erinnerungen an den Film wachrufen und "Könige der Wellen" zu einer spritzigen Unterhaltung machen.

(5.10.2007)

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